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THE KNOT

Linking the existing with the imaginary!
Mobile unit for artistic production and presentation

 

THE KNOT ist eine mobile Plattform, die von Ende April 2010 bis Oktober 2010 in Berlin, Warschau und Bukarest verschiedene Orte im öffentlichen Raum besetzt und zum freien Begegnungs-, Austausch- und künstlerischen Versuchsraum umfunktioniert. In der Aktivierung des öffentlichen Raums verfolgt THE KNOT die Frage nach dem Umgang mit Kunst außerhalb schützender Institutionen, die angewandte Forschung über die Chancen öffentlicher Räume und die Schaffung eines experimentellen Raums für neue Formen der Kooperation im „digital age“.

Das von Markus Bader (raumlabor berlin), Oliver Baurhenn (DISK/CTM), Jakub Szreder (freier Kurator) und Raluca Voinea (E-cart.ro) kuratierte Projekt führt Künstler, Urbanisten, Architekten, Theoretiker und Aktivisten zusammen. Diese sollen als permanente oder vorübergehende Mitglieder des Projekts den Austausch zwischen temporär geschaffenem Stadtraum und dessen Nutzern ermöglichen. Durch das flexible Programm (zeitnah veröffentlicht auf www.knotland.net) und das innovative Erscheinungsbild verkörpert THE KNOT die Stadt von heute und ist gleichzeitig Bezugspunkt innerhalb der umfassenden Diskussion über die urbanen Netzwerke von morgen.

Künstler/Programm

Zentrum von THE KNOT ist ein speziell für das Projekt konzipiertes mobiles Forschungslabor, das sich an urbane Situationen anpasst und auf diese reagieren kann. Es wird gleichzeitig als Produktions- und Veranstaltungsort genutzt und bietet Raum für verschiedene Funktionen: z.B. Werkstatt/Manufaktur, Küche, Café, Labor, Bühne, Theater, Wohnraum, Disco, Museum und Archiv. Die ständige Zirkulation der Nutzungsszenarien und der Künstler unterbricht alltägliche Abläufe und Rituale der einzelnen Orte. Durch die unmittelbare Integration in das Leben der Stadt, bereichert THE KNOT die Öffentlichkeit mit jedem Objekt, jeder Performance, Installation, Aktion, Vorstellung, Party, Diskussion, jedem Meeting, Vortrag, Workshop, Dinner oder den weiteren Aktivitäten, die in und im Umfeld von THE KNOT statt finden.

Die Künstler sind in drei Gruppen strukturiert. KNOT Residents sind acht Künstler, die das Projekt während des gesamten Zeitraums in allen drei Städten begleiten. Unter Einbeziehung der jeweiligen urbanen Kontexte widmen sich die KNOT Residents der subjektiven Dokumentation von THE KNOT (Pola Dwurnik, Katharina Koch), der diskursiven Einbettung (h.arta, TAG), der Auslotung des privaten und öffentlichen Raums (Roman Dziadkiewicz), der performativen Einbeziehung des Publikums (Michelle Teran, Heimo Lattner) und der Erweiterung der formalen und funktionalen Erscheinung von THE KNOT (Kai Schiemenz). KNOT Fellows sind Künstler, die speziell für einen Ort eine spezifische Arbeit entwickeln. KNOT Guests sind eingeladene Spezialisten und Künstler, die jeweils eine Tages- oder Abendveranstaltung anbieten. Das Prinzip dieser temporären Gemeinschaften wird ergänzt durch KNOT Workshops, die über 5 Tage in jeder Stadt angelegt sind und innerhalb von THE KNOT urbanistische Fragen zur Umgebung des Standortes diskutieren und sich auf die Suche nach Perspektiven für Veränderung machen.

Für KNOT Plug-ins dient THE KNOT als Plattform von Veranstaltungen der Projektpartner und benachbarter Akteure. THE KNOT versteht sich nicht allein als öffentliche sondern auch als in Entwicklung befindliche Plattform, die jenseits des institutionellen Betriebs und statischer Umgebungen agiert und offen für Anregungen und Beteiligungen ist. Dabei ist die Partizipation und Beobachtung sämtlicher Prozesse des Projekts durch das Publikum von zentraler Bedeutung, um alternative Umgangsweisen mit der Stadt und ihren Orten auf zuzeigen. Im Gegensatz zur Frontalität musealer oder theatraler Präsentation, ist das umfangreiche Programm von THE KNOT durch das Moment der Gleichzeitigkeit bestimmt. Dieser ‚LiveAspekt’ bewirkt, dass alle, Agierende und Zuschauer, gemeinsam vor Ort und in Echtzeit erleben und handeln. Die künstlerische Produktion entsteht nicht in der Intimität eines verschlossenen Ateliers, sondern dieser Prozess wird an einen öffentlichen Ort der Herstellung und künstlerischen Produktion verlegt: THE KNOT.